Schleswig-Holstein konzeptlos angesichts Grundschullehrer-Mangel

Frank Brodehl, MdL,AfD-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein, FotoAfD/Pixabay_StockSnap

Bundesweit bis 2025 zirka 35.000 unbesetzte Grundschullehrer-Stellen erwartet.

Bildungsministerin Prien kündigte am 31. Januar 2018 auf dem „Forum zur Grundschulbildung“ an, die Grundschulbildung zu einem „Leit-Thema“ für die gesamte Legislaturperiode machen zu wollen. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein, erklärt dazu: „Dass auf dem Forum zum 100. Mal über die richtige Methode des Lesen- und Schreibenlernens diskutiert wurde, zeigt, dass Ministerin Prien das eigentliche Problem im Grundschulbereich immer noch ausblendet: Die besten Konzepte und Methoden nützen nichts, wenn man nicht genügend Grundschullehrer hat, um sie umzusetzen.

Wettbewerb um Grundschullehrer wird härter
Dass es in Schleswig-Holstein schon jetzt zu wenige Pädagogen an Grundschulen gibt, ist kein Geheimnis. Neu ist, dass der Grundschullehrer-Mangel bundesweit bis 2025 auf rund 35.000 Grundschullehrer ansteigen wird – wie eine Bertelsmann-Studie vorrechnet. Der Wettbewerb um Lehrkräfte für die Primarstufe wird also noch härter, als er heute schon ist.

Anwerbekampagne für Grundschullehrer erforderlich
Die AfD-Fraktion fordert Bildungsministerin Prien deshalb auf, schnellstmöglich eine Kampagne zu starten, die Lehrkräfte und Lehramtsstudenten aus ganz Deutschland davon überzeugt, ihre berufliche Zukunft an einer Grundschule in Schleswig-Holstein zu suchen. Die zentralen Argumente einer solchen Kampagne müssen sein:  A 13-Besoldung, unbefristete Arbeitsverträge und die Möglichkeit einer schnellen Verbeamtung. Andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern machen es uns bereits vor.“ (3.2.2018)

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