Saarländisches Innenministerium versagt bei Prüfung des Finanzskandals des LSVS

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Die Hiobsbotschaften über die Situation des Landessportverbandes beschleunigen sich von Woche zu Woche.

Die AfD-Fraktion im saarländischen Landtag kritisiert das Vorgehen des Innenministeriums in Bezug auf den Finanzskandal des Landessportverbandes für das Saarland LSVS. Der Öffentlichkeit werde nur häppchenweise die Wahrheit serviert. Statt überlegt und juristisch abgesichert vorzugehen, greife blinder Aktionismus um sich. Ein Sanierer werde auf Druck des Innenministeriums installiert, obgleich die finanzielle Lage des LSVS immer noch nicht analysiert wurde. Bedenklich hält die AfD-Fraktion, dass der bestellte Sanierer Sozius in derselben Rechtsanwaltskanzlei ist, die auch den Verteidiger des angeklagten Präsidenten des LSVS stellt. „Abgesehen davon, dass dies standeswidrig ist, ist eine solche Beauftragung an Geschmacklosigkeit nicht zu übertreffen“, sagt eine Vertreter der AfD-Fraktion.

Dass nach einer kostenintensiven Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nun ein Sanierer beauftragt wurde, diene nur dazu, der Öffentlichkeit Aktivitäten vorzutäuschen. Letztendlich falle alles alles zu Lasten des Steuerzahlers. Die AfD-Fraktion fordert, dass nun der Landesrechnungshof tätig werde, zu dessen Aufgaben auch die Prüfung einer Körperschaft öffentlichen Rechts gehöre. Weitere Maßnahmen sollten erst nach Ausgang dieser Prüfung unternommen werden. Außerdem müsse endlich der frühere Geschäftsführer des LSVS aussagen. „Ein Maulkorb darf nicht verhängt werden, ansonsten wird ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss unvermeidlich sein“, so die AfD-Fraktion. (Saarbrücken, 14.3.2018)

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