Wir erleben eine Zeitenwende in der Politik

Björn Höcke (li), Dr. Alexander Gauland (mi) und Prof. Dr. Jörg Meuthen (re) auf der Bundespressekonferenz zur Landtagswahl Thüringen am 28. Oktober 2019, FotoafD

Nach Zugewinnen in allen Altersgruppen steht die AfD in Thüringen bereit, politische Verantwortung zu übernehmen.

Im Rahmen der Bundespressekonferenz haben die beiden AfD-Bundessprecher und der Landesvorsitzende der AfD-Thüringen den Erfolg bei der Landtagswahl 2019 kommentiert.

AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen sieht in den überwältigenden Wahlergebnissen in Thüringen, Brandenburg und Sachsen die „Zeitenwende in der Politik“ eingeläutet. Während CDU und SPD auf dem absteigenden Ast seien, erlebe die Alternative für Deutschland einen Aufstieg, den es so in der Geschichte Deutschlands noch nicht gegeben habe. Gleichzeitig sieht Meuthen die GRÜNEN nach den Landtagswahlen als geschwächt und erkennt mit einer „gewissen Freude“, dass es keine Mehrheiten mehr für eine rot-grüne Koalition geben könne.

AfD-Bundessprecher Dr. Alexander Gauland wertet das Ergebnis der Wahl als einen klaren Auftrag für das bürgerlich-konservative Lager, weil AfD, CDU und FDP zusammen eine Mehrheit jenseits der 50-Prozentmarke erreicht haben. Sofern die CDU tatsächlich mit einer – wie auch immer gearteten – Zusammenarbeit mit der Partei DIE LINKE liebäugeln sollte, sieht Gauland darin den ersten Schritt in den „Untergang“ der Christdemokraten und fragt sich, wie dieser „Weg ins Nirwana“ wohl von der CDU-Basis in Baden-Württemberg oder Bayern aufgenommen werden würde.

Der Landesvorsitzende der AfD-Thüringen Björn Höcke sieht die AfD aufgrund des Zugewinns von über 12 Prozent als den eigentlichen Wahlsieger: „Wir haben in allen Alterskohorten zugewonnen“. Zugleich bekräftigte er die Bereitschaft der AfD-Fraktion, „politische Verantwortung“ in Thüringen übernehmen zu wollen. Höcke freute sich, dass es der AfD in Thüringen gelungen sei, viele Nichtwähler an die Wahlurne gebracht zu haben. Damit stärke die AfD die Demokratie. Fakt sei auch, dass die SPD nach dem Absturz in den einstelligen Bereich in Sachsen und Thüringen kaum noch als Volkspartei wahrgenommen werden könne. Betrachte man die großen Verluste der CDU in den vergangenen drei Landtagswahlen, werde zudem deutlich, dass auch die CDU in großem Stil Anhänger verliere, was ebenfalls der AfD zugute komme.

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