Auch die Subventionen der ökologischen Landwirtschaft kritisch hinterfragen

Stephan Protschka, Mitglied im AfD-Bundesvorstand und Agrarpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, FotoAfD-SP

Die AfD-Fraktion bekennt sich zur konventionellen und ökologischen Landwirtschaft ohne Subventionen.

AfD-Bundesvorstandsmitglied Stephan Protschka, Agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, warnt davor, die Produktionsflächen für ökologische Landwirtschaft in Deutschland mittels Subventionszahlungen verdoppeln zu wollen. Damit gehe die Senkung der Gesamtproduktion von Lebensmitteln in Deutschland einher und die Verbraucher seien immer mehr auf zusätzliche Nahrungsimporte aus dem Ausland angewiesen. In einer kleinen Anfrage (BT-Drs. 19/13882) an die Bundesregierung hatte die AfD-Fraktion um Auskunft darüber gebeten, welche Folgen sich durch den mittels Subventionen finanziell stark geförderten Ausbau des heimischen ökologischen Landbaus ergeben.

„Die Antwort der Bundesregierung hat mich etwas erschreckt, da im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft scheinbar der Ausbau des ökologischen Landbaus vorangetrieben wird, ohne die daraus resultierenden Folgen zu berücksichtigen. Bis zum Jahr 2030 soll der derzeitige Anteil des ökologischen Landbaus an der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche von 9,1 Prozent auf 20 Prozent verdoppelt werden. Dazu fließen jährlich etwa 360 Millionen Euro zusätzliche Fördermittel und es wird bewusst in den Markt eingegriffen. Mit diesem Fördergeld werden die Preise für ‚Bio-Lebensmittel‘ künstlich niedrig gehalten, wie dies übrigens auch mittels der zig Milliarden Euro an EU-Subventionen im Agrarbereich erfolgt. Deshalb ist es möglich, dass diese Produkte mittlerweile beim Discounter erhältlich sind.

Ökologische Landwirtschaft bedeutet aber immer auch gleich Extensivierung, also weniger Ertrag bezogen auf die Flächeneinheit. Das bedeutet, dass wir unseren Selbstversorgungsgrad bei vielen Produkten verlieren würden und auf noch mehr Lebensmittel-Importe aus dem Ausland angewiesen wären. Wir würden uns den positiven Umwelteffekt der ökologischen Landwirtschaft hierzulande also quasi durch Auslagerung der Nahrungsmittelproduktion ins Ausland erkaufen. Dort haben wir dann natürlich keinen Einfluss auf die Produktionsstandards und die Auswirkungen auf Umwelt und Artenvielfalt. Ist das wirklich gewollt?

Die AfD-Fraktion bekennt sich sowohl zur konventionellen, als auch zur ökologischen Landwirtschaft, ohne eine der beiden Bewirtschaftungsformen zu bevorzugen. Vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft mit hunderten von Millionen Euro zusätzlich subventioniert, sollte die Frage erlaubt sein, ob wir uns nicht damit vielleicht nur ein gutes Gewissen erkaufen wollen? Mit Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein hat das aber ganz gewiss wenig zu tun“, sagt Protschka.

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