Nun hat die AWO-Affäre den hessischen Landtag erreicht

Robert Lambrou, Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der AfD in Hessen, FotoAfD

AfD-Fraktion fordert Klarheit über die Zeiten und Arbeitsverhältnisse von Landtagsabgeordneten, die für die AWO tätig waren.

Der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion und Landesvorsitzende der AfD-Hessen, Robert Lambrou, sieht das Ansehen des hessischen Landtages beschädigt, sollte es nicht zu einer Aufarbeitung der Verbindungen von Landtagsabgeordneten zur AWO Frankfurt/Wiesbaden und ihren Tochterunternehmen kommen. Seit Wochen kommen immer neue Details über Vorgänge in der AWO Frankfurt und der AWO Wiesbaden heraus. Protzige Dienstwagen, überhöhte Gehälter bis hin zu fragwürdigen Abrechnungspraktiken über Tochterfirmen stehen im Raum und bedürfen einer Aufklärung.

Nun scheint die AWO-Affäre sich auch auf den Landtag auszuweiten. Der GRÜNEN-Politiker, Taylan Burcu, war Geschäftsführers eines Tochterunternehmens der AWO, der Pro Serve GmbH in Frankfurt. Die Gesamtverantwortung für die GmbH trägt sein Bruder Murat Burcu. Dieser war zuletzt wegen seines unverhältnismäßig hohen Gehaltes in die Kritik geraten. Der Abgeordnete Taylan Burcu wiederum soll bis zum 6. Juni 2019 dort beschäftigt gewesen sein. Er selbst hat bisher einen früheren Zeitraum für das Ende seiner Beschäftigung angegeben.

„Abgeordnete müssen offenlegen, welchen Tätigkeiten sie nachgehen, auch um eventuelle Interessenkonflikte aufzuzeigen. Der Bürger muss sich ein umfassendes Bild von einem Volksvertreter machen können. Deshalb sollte Taylan Burcu die exakte Dauer seiner Beschäftigung bei der AWO offenlegen sowie dem Landtag Einblick in sämtliche Einkünfte geben“, sagt Robert Lambrou, Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag. „Es muss aufgearbeitet werden, ob weitere Landtagsabgeordnete in die AWO-Affäre involviert waren oder davon wussten.“ Der SPD-Landtagsabgeordnete, Turgut Yüksel, der ehrenamtlich im Vorstand der AWO-Frankfurt saß, ließ sein Amt nach dem Bekanntwerden der undurchsichtigen Geschäftsgebaren der AWO und ihrer Tochterfirmen ruhen. „Können einem Vorstandsmitglied die Praktiken der AWO verborgen geblieben sein – Praktiken, die wohl über Jahre erfolgten? Um das Ansehen des hessischen Landtages zu wahren, ist es notwendig aufzuarbeiten, welche Verbindungen von Landtagabgeordneten zur AWO Frankfurt/Wiesbaden und ihren Tochterunternehmen bestehen“, so Robert Lambrou.

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