Bildungsnotstand in Sachsen mit 212.562 Lehrer-Überstunden dokumentiert

Rolf Weigand MdL, schulpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Sachsen, FotoAfD/Pixabay_Alexas_Fotos

Alle Anträge der AfD-Fraktion zum Abbau der Lehrer-Überstunden wurden bisher von den anderen Landtagsparteien abgelehnt.

Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Dr. Rolf Weigand, bekräftigt die Forderung der AfD-Fraktion, in Sachsen deutlich mehr Lehrer einzustellen als dies bisher geschehen ist: „Die AfD-Fraktion hat in den letzten Jahren mehrere Anträge zur Eindämmung des Lehrermangels eingebracht. Die Altparteien lehnten allerdings jedes Mal ab, dieses Problem endlich gründlich anzugehen.“

Im Jahr 2019 mussten die Lehrer in Sachsen 212.562 Stunden an Mehrarbeitsunterricht leisten. lm Jahr 2012 lag die Zahl der Mehrstunden bei lediglich 4.527, wie eine Anfrage der AfD-Fraktion bei der sächsischen Landesregierung ergeben hatte.

„Unsere Lehrer werden damit regelrecht verheizt. Es ergibt sich dabei ein Teufelskreis: Durch den Lehrermangel in Sachsen ist die Belastung ohnehin sehr hoch. Dadurch wiederum werden mehr Lehrer krank und diejenigen, die durchhalten, müssen dann noch mehr leisten. Am deutlichsten lässt sich dies am Anstieg des Mehrarbeitsunterrichts ablesen. Er muss vom Schulleiter angeordnet werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, einen geordneten Unterricht aufrechtzuerhalten. Die so entstehenden Überstunden muss der Freistaat Sachsen den Lehrern auch bezahlen. 2019 kamen zusätzliche Kosten in Höhe von acht Millionen Euro zusammen. 2012 lag dieser Wert noch bei 142.049 Euro“, sagt Weigand.

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