Wer in Ramadan-Predigt Homosexuelle verdammt, hat bei uns nichts verloren

Joachim Paul MdL, Mitglied im AfD-Bundesvorstand und medienpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, FotoAfD/CC0-Pixabay-5019017 CC0-Pixabay

Die Hetze des Präsidenten der türkischen Religionsbehörde gegen Homosexuelle zeigt, dass Verhandlungen mit deren Ableger ‚Ditib‘ sinnlos sind.

AfD-Bundesvorstandsmitglied Joachim Paul MdL, medienpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, zeigt kein Verständnis für die Duldung und Kooperation von deutschen Behörden und anderen Parteien gegenüber Ditib-Moscheevereinen. Wenn man sich vor Augen führe, wie z. B. der Diyanet-Präsident Ali Erbas in einer Ramadan-Predigt den Gläubigen zuruft, der Islam „verdamme“ Homosexualität, weil sie zu Krankheiten führe und „Generationen verrotten“ lasse, dann verbiete sich jede Verhandlung mit der türkischen Religionsbehörde, die in Deutschland nur ein Ziel verfolge: Ihren Einfluss auf die hier lebenden Muslime auszuweiten:

„Die Predigt des Diyanet-Präsidenten macht deutlich, dass die türkische Religionsbehörde und somit auch die an ihre Weisungen gebundene Ditib für eine fundamentalistisch-islamistische Ideologie stehen, die Homosexuelle abwertet – und die in der Türkei mittlerweile Staatsreligion ist. Eine Vielzahl der in Deutschland tätigen Imame sind gegenüber Diyanet weisungsgebunden und wurden nach den Richtlinien der Behörde ausgebildet. Trotz dieser jüngsten Entgleisung wird in zahlreichen Bundesländern mit Ditib verhandelt, etwa über eine Beteiligung am islamischen Religionsunterricht. Teilweise wurden sogar bereits Staatsverträge mit Ditib geschlossen, so zum Beispiel in Hamburg.“

„Die religiöse und politische Haltung der türkischen Religionsbehörde und der Erdogan-Partei AKP wird durch Ditib-Imame nach Deutschland getragen. Damit werden Parallelwelten gestärkt, die Hetze gegen Christen, Juden und Homosexuelle salonfähig gemacht. So lange die fundamentalen Islamisten der Erdogan-Partei AKP in der Diyanet und somit in der Ditib den Ton angeben, darf es keinerlei Verhandlungen mit der Organisation geben“, sagt Paul.

Diyanet ist das türkische Amt für religiöse Angelegenheiten und zählt zu den  einflussreichsten Institutionen der Türkei. Zu ihren 130.000 Beschäftigten zählen auch ca. 1.000 in Deutschland tätige Ditib-Imame. Diese werden von Diyanet asgebildet und sind an Weisungen der türkischen Behörde gebunden. 

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