Wirecard-Fall unterstreicht AfD-Forderung von 2019 nach mehr Kontrollen für AGs

Stephan Brandner MdB, stellvertretender AfD-Bundessprecher und Justiziar der AfD-Bundestagsfraktion, FotoCollageAfD/CC0-Pixabay-163495 CC0-Pixabay

Die Wirecard-Insolvenz legt schonungslos offen, dass die Managementkontrolle in Deutschland schlecht bis gar nicht funktioniert.

Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Stephan Brandner, Justiziar der AfD-Bundestagsfraktion, sieht die anderen Parteien in der Pflicht:

„Die Wirecard-Insolvenz legt schonungslos offen, dass die Managementkontrolle in Deutschland schlecht bis gar nicht funktioniert. Das gilt nicht nur für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als externe Aufsichtsbehörde, die sich jetzt kritischen Fragen stellen muss, sondern fängt schon bei der unternehmensinternen Kontrolle an. Wenn angestellte Manager für Fehlverhalten und pflichtwidrige Schlamperei kaum jemals persönlich mit ihrem Vermögen haften müssen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie bisweilen allzu sorglos mit dem Aktionärsvermögen umgehen. Die AfD-Fraktion hat 2019 einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, mit dem es Aktionären erleichtert werden sollte, die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen Vorstände von Aktiengesellschaften zu erzwingen. Die Altfraktionen, allen voran Union, SPD und Grüne, waren der Meinung, dass kein Änderungsbedarf bestünde, weil die Kontrollmechanismen funktionieren. Der Fall Wirecard sollte sie zum Nachdenken bringen.“

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