Die EU-Wasserstoffstrategie ist unausgereift und teuer

Dr. Sylvia Limmer MdEP, AfD-Bundesvorstandsmitglied und energiepolitische Sprecherin der AfD-Delegation im EU-Parlament, FotoCollageAfD/CC0-Pixabay-1872802_164963 CC0-Pixabay

Die Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse ist energetisch mit großen Verlusten verbunden.

AfD-Bundesvorstandsmitglied Dr. Sylvia Limmer, Abgeordnete der AfD-Delegation im EU-Parlament, bezeichnet die am 7. Juli 2020 vorgestellte EU-Wasserstoffstrategie als realitätsfern, weil die dafür erforderliche Infrastruktur in der EU überhaupt nicht vorhanden sei. Zudem würden diese Überlegungen aufgrund der damit einhergehenden Kosten auch den Interessen Deutschlands, seiner Industrie und dem Wohlstand der Bürger zuwider laufen:

,,Diese Strategie verfolgt ähnliche Ziele wie die Anfang Juni von der Bundesregierung vorgestellte nationale Wasserstoffstrategie. Demnach soll im Sinne des sogenannten grünen Deals langfristig die Verwendung fossiler Brennstoffe durch eine umfassende Wasserstoffwirtschaft ersetzt werden.

Dies erstaunt angesichts fehlender Voraussetzungen. Denn genauso wie bei der E-Mobilität mittels Batterieauto gilt auch beim Wasserstoff: Es existiert schlicht und einfach nicht die notwendige Infrastruktur. Dies stört die Verfechter dieser Technologie allerdings ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse mit großen Verlusten verbunden und daher unausgereift und teuer ist.

Es ist zu bezweifeln, dass die beratenden Wissenschaftler und Unternehmen über ihre Partikularinteressen hinausdenken. Die zuständigen Politiker verweilen derweil in ihren ideologisch geprägten Vorstellungen von der Notwendigkeit der Dekarbonisierung. Eine Berücksichtigung der Interessen Deutschlands, seiner Industrie und des Wohlstands seiner Bewohner kann ausgeschlossen werden.“

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