Geplantes Energie-Unterseekabel nach Großbritannien wirft Fragen auf

Stefan Wirtz MdL, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Niedersachsen, FotoAfD/CC0-Pixabay-2451438 CC0-Pixabay

Ist der ‚Interkonnektor NeuConnect‘ die Rettungsleine des Windindustrie-Wahns für Stromflauten oder Überkapazitäten?

Während in Deutschland ein unkontrollierter Windkraftausbau droht, plant das Unternehmen NeuConnect Deutschland GmbH den Bau und Betrieb einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsstromleitung zwischen Deutschland und Großbritannien. Die ca. 680 km lange Verbindung aus Unterwasserkabeln soll vom Umspannwerk Isle of Grain im Südosten Großbritanniens durch die Nordsee nach Deutschland zum geplanten Umspannwerk Fedderwarden verlaufen.

Wie die Landesregierung Niedersachsens nun in ihrer Antwort auf die schriftliche Anfrage unseres AfD-Landtagsabgeordneten Stefan Wirtz (Drs. 18/6916) erläuterte, erwartet sie, „dass der Interkonnektor NeuConnect mit der Verbindung zweier großer Elektrizitätsmärkte Europas die Versorgungssicherheit in Deutschland und Großbritannien langfristig verbessert.“

Wirtz, Sprecher der AfD-Fraktion für Fragen der Umwelt-, Energie-und Klimapolitik, sieht in dem 1,6 Milliarden Euro schweren Projekt eine versteckte Dimension, die es zu diskutieren gilt: „Der Verdacht liegt nahe, dass der illusorische Windstromüberschuss nach Großbritannien entsorgt werden soll und der Interkonnektor zur gut verborgenen Rettungsleine des Windwahns wird. Viel eher kommt es aber dazu, dass künftig die deutschen Stromdefizite aus den sehr realen britischen Atomkraftwerken gedeckt werden müssen“, gibt Wirtz zu bedenken und ergänzt: „Während in Broschüren gerne die wunderbare Welt einer sich selbst über regenerative Energien autark versorgenden Stromangebots suggeriert wird, steht das geplante 700 km lange Unterseekabel sinnbildlich für die Realitätsferne grüner Energieutopien. Damit nicht genug, wird das Projekt nach Aussage der Landesregierung ‚zwangsläufig mit einer Querung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer verbunden sein.‘ Eine Umweltverträglichkeitsprüfung finde nicht statt, weil dies nach Aussage der Landesregierung nach den gesetzlichen Regelungen nicht erforderlich ist.“

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