Corona-Absurdität: Tausende im Phantasialand, aber Zuschauerverbot im Stadion

Corona-Debatte (Symbolbild): AfD kritisiert überzogene Maßnahmen in Berlin

Für Unmut und Kopfschütteln in Köln sorgte kürzlich ein kurzfristig angeordnetes Zuschauerverbot in den Stadien. „Während in Köln Fußballspiele ohne Zuschauer stattfinden mussten, tummeln sich im zehn Kilometer entfernten Phantasialand Tausende von Menschen“, sagt der AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag Nordrhein-Westfalen, Markus Wagner. Die Absurdität der Corona-Maßnahmen unserer Landesregierung wird kaum augenscheinlicher als in diesem Beispiel. Dass es die anderen Unions- oder irgendwie bunt zusammengewürfelten Landesregierungen nicht besser machen, macht es nicht besser.“

Wagner fordert deshalb ein klares Umdenken in der Corona-Politik. „Die meisten dieser Schein-Maßnahmen senken kaum die Bedrohung durch das Corona-Virus“, so Wagner. Gleichzeitig beschädigen die Maßnahmen jedoch nachhaltig und massiv unsere Grundrechte und unsere Wirtschaftskraft. „Und zu allem Überfluss hier auch den Volkssport Nummer eins, den Fußball!“ Die Verhältnismäßigkeit jeder Schutzmaßnahme, insbesondere ihre Stringenz im Hinblick auf eine Gesamtkonzeption, müsse daher stets überprüft werden. „Vor diesem Hintergrund macht ein Zuschauer-Verbot in Stadien wenig Sinn.“

Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher Dr. Martin Vincentz, der als Allgemeinmediziner vom Fach ist, positioniert sich gegen überzogene Corona-Maßnahmen: „Eine Maskenpflicht im Freien, an der frischen Luft und bei der Möglichkeit, Abstand zu halten, ist aus medizinischer Sicht völlig nutzlos.“

Vincentz weiter: „Die Kohärenz ist von ganz bedeutender Wichtigkeit. Die Menschen verstehen an vielen Punkten nicht mehr, wie die Maßnahmen logisch zusammenpassen. Wieso zum Beispiel darf ich mit zehn Personen ohne Abstand im Restaurant sitzen, aber in der Klasse musste mein Kind bis vor kurzem einen Mundschutz tragen? Warum durften Möbelmärkte öffnen, andere Geschäfte ähnlicher Größe aber nicht? All diese Widersprüche zeigen nicht nur das Maß an Unsicherheit und Inkompetenz der Entscheider, sie lassen zudem die Bereitschaft der Menschen, sich an diese Regeln zu halten, mehr und mehr sinken. Die eigentliche Absicht wird dadurch schlimmstenfalls konterkariert.“

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