Merkels Großmannssucht-Pläne: Ausbau des Kanzleramts kostet 600 Millionen Euro!

Nobel geht die Welt zugrunde, sagt schon der Volksmund und meint damit eine skeptische Betrachtung von übermäßigem Luxus. Und genau aus dieser Warte muss man sich die Großmannssucht-Pläne anschauen, die der Bundesrechnungshof jetzt beim geplanten Ausbau des Kanzleramts gerügt hat. Mehr als 600 Millionen soll der Ausbau kosten, wie das Innenministerium mitteilte – bisher war von 485 Millionen Euro die Rede. Die Finanzkontrolleure der obersten Bundesbehörde haben sogar erhebliche Zweifel angemeldet, ob ihnen rund um das Prestigeobjekt überhaupt schon alle zu erwartenden Kosten bekannt sind.

Es geht um das heute schon monströse Bundeskanzleramt, das mit aktuell bereits unfassbaren 25.347 Quadratmetern Nutzfläche die größte Regierungszentrale der westlichen Welt ist. Wir sprechen über ein Gebäude, dass rund zehnmal größer ist als Downing Street No. 10, mindestens achtmal größer als das Weiße Haus und immer noch dreimal größer als der Élysée-Palast in Paris.

Merkel und das ihr ergebene Kabinett haben beschlossen, das Bundeskanzleramt bis zum Jahr 2028 durch einen Neubau auf 50.000 Quadratmeter zu vergrößern. Die geplante Verdoppelung der Bürofläche ist allerdings unverhältnismäßig dimensioniert. Die Kosten pro Quadratmeter belaufen sich auf unfassbare 18.529 Euro.

Der Rechnungshof moniert auch, dass der Bund im Zusammenhang mit dem Ausbau eine Kindertagesstätte „für 12 bis 15 Kinder“ von Mitarbeitern des Kanzleramtes errichten will. Kosten: 2,8 Millionen Euro. Nach Auffassung des Bundesrechnungshofs ließen sich diese Kosten problemlos einsparen – schließlich gibt es im Regierungsviertel bereits eine „Kita des Bundestages“. Diese pompösen Ausbaupläne sind der Spiegel einer Regierung, die in jeder Hinsicht vor allem eines ist: Maßlos.

„Tagesspiegel“: Rechnungshof kritisiert Kosten für Bürobau des Kanzleramts.

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