Kita in Duisburg-Marxloh: 85 Prozent der Kinder sprechen zu Hause kein Deutsch!

Es sind Zahlen, die eine düstere Entwicklung befürchten lassen – wenn nicht endlich gegengesteuert wird. An der Kita „Rudolfstraße“ in Duisburg-Marxloh (Nordrhein-Westfalen) sprechen 85 Prozent der Kinder zu Hause gar kein Deutsch. Nur noch jedes sechste Kind ist also deutschsprachig! Vielleicht noch beunruhigender ist auch die Reaktion der Kita-Leiterin, die den Weg einer „alltagsintegrierten“ sprachlichen Ausbildung gehen will – während mehr als die Hälfte der Bewohner dieses Stadtteils einen ausländischen Pass besitzt. Dennoch möchte sie, dass die Kinder bei ihr nur „möglichst beiläufig“ Wörter und Grammatik kennenlernen.

Immer wieder gibt es Diskussionen um Deutschpflicht auf unseren Schulhöfen. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, vertritt die Auffassung, dass Kinder mit ausländischer Herkunft auf den Schulhöfen und zuhause unbedingt Deutsch sprechen sollten, damit die Integration in unsere Gesellschaft und die Chance auf beruflichen Erfolg erhöht wird. Dies hänge maßgeblich von der Beherrschung der deutschen Sprache ab. Ein sinnvoller Einwand! Gerade der Stadtteil Marxloh gilt diesbezüglich als besondere Herausforderung. Im Vergleich dazu bestätigt das Bundesfamilienministerium Zahlen von bundesweit durchschnittlich 21,4 Prozent Kita-Kinder mit nicht deutscher Herkunftssprache.

Dass gerade kleinere Kinder ausländischer Herkunft schon im Kita-Alter die deutsche Sprache lernen müssen, gilt inzwischen gemeinhin als wichtige Weichenstellung für späteren Integrationserfolg. Verpflichtende Deutschkurse im Vorschulalter und Deutschpflicht auf Schulhöfen sind also von zentraler Bedeutung – doch an erster Stelle sind dafür bereits die Eltern zuständig. Verweigern sie sich dieser Aufgabe, ist die Integration bereits weitgehend gescheitert.

Focus.de: „Bei uns spricht nur jedes 6. Kind Deutsch und das ist nicht schlimm“.

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