Islamist enthauptet Lehrer in Frankreich: Wo bleibt der Aufschrei?

Immer mehr Details über die grausame Enthauptung eines Geschichtslehrers in Frankreich werden bekannt. Nachdem der mutige Pädagoge Samuel P. im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte, um darüber zu diskutieren, wurde zunächst im Internet mit Morddrohungen gegen den Lehrer gehetzt. Ein Vater, der offenbar der radikalislamischen Terrororganisation Hamas nahesteht und auch von der Muslimbruderschaft beeinflusst wurde, beschwerte sich in sozialen Netzwerken über die Schule und forderte die Entlassung des Lehrers. Dann schritt ein fanatischer Islamist zur Tat, lauerte dem Familienvater in einem Pariser Vorort auf und enthauptete ihn mit einem 30 Zentimeter langen Messer auf offener Straße. Auf Twitter brüstete er sich mit einem Foto, auf dem der abgetrennte Kopf des wehrlosen Opfers zu sehen war. Der Täter, Abdullah A., ist tschetschenischer Herkunft und lebte seit dem Frühjahr als Flüchtling in Frankreich.

Ein Bericht des Magazins „Tichys Einblick“ zitiert indessen aus einem Brief eines Lehrerkollegen von Samuel P., wonach der Geschichtslehrer seinen Vorgesetzten von den Drohungen berichtete. Diese sollen ihn jedoch zum Stillhalten aufgefordert haben, während Lehrerkollegen sich mit den über die Karikaturen empörten Moslems solidarisiert und sogar Details aus dem Privatleben des Lehrers weitergeleitet hätten.

Wir fragen uns: Wo bleibt der Aufschrei? Wo sind diejenigen, die über Monate hinweg wegen angeblicher „Hetzjagden“ Alarm riefen? Wo sind diejenigen, die sonst immer von der Bedrohung der Demokratie reden, wenn es um zweifellos verabscheuenswürdigen Rechtsextremismus geht? Während es in Frankreich zu Großdemonstrationen kommt und der Innenminister die Ausweisung von 231 „mutmaßlichen“ Islamisten anordnet, bleibt Deutschland still. Außenminister Heiko Maas (SPD) vermeidet in seinem Twitter-Kommentar peinlicherweise sogar das Wort „islamistisch“.

Welt.de: „Lehrer enthauptet – Täter lebte als Flüchtling in Frankreich“.

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