Irrenhaus: Kölner sollen Silvester-Feuerwerk durch Lichtschalter-Spiele ersetzen

Der Publizist Henryk M. Broder brachte es bereits im vergangenen Jahr auf den Punkt: „Könnte man die Bundesrepublik überdachen, wäre es eine geschlossene Anstalt.“ In Köln scheinen die politischen Verantwortlichen diese Diagnose nicht als Warnung, sondern als Ansporn zu weiteren Steigerungen zu verstehen. Die Bürger der Domstadt werden nun in einer Pressemitteilung der Stadt dazu angehalten, an Silvester um 0 Uhr für fünf Minuten ihre Lichtschalter abwechselnd an- und auszuschalten. Zusätzlich sollen die Fenster bunt beklebt oder bemalt werden, um somit das „größte Lichtfeuerwerk der Welt“ entstehen zu lassen.

Bejubelt wird die Aktion von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „In Köln sind wir bunt und kreativ!“, schwärmt Reker in der Pressemitteilung. Richtig: Es handelt es sich um jene Frau Reker, die den Frauen ganz bunt und kreativ eine „Armlänge Abstand“ gegenüber Fremden empfahl, nachdem ein zu großen Teilen aus Asylsuchenden bestehender Mob massenhaft Frauen sexuell belästigt und ausgeraubt hatte. Das also ist anscheinend die „neue Normalität“, von der allenthalben die Rede ist: Wenn Frauen sich nicht mehr frei bewegen können oder das Böllern untersagt wird, dann wird das Problem einfach unsichtbar gemacht und eine vermeintliche Ersatzlösung vorgegaukelt. Hoffen wir, dass es bald zu einer politischen Wende kommt und besseres politisches Personal in Verantwortung kommen wird – sonst gehen die Lichter unseres Landes bald dauerhaft aus.

Pressemitteilung der Stadt Köln: „Licht an – Jahr aus“.

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