Mitten in Deutschland: Nur elf von 813 „Kinderehen“ wurden aufgehoben!

Nach Angaben von UNICEF wurden 700 Millionen der heute lebenden Frauen weltweit vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Jedes 9. Mädchen in Entwicklungsländern wird vor ihrem 15. Lebensjahr zwangsverheiratet. Doch auch mitten in Deutschland leben Hunderte Minderjährige in sogenannten „Kinderehen“. Seit dem Inkrafttreten eines gegen „Kinderehen“ gerichteten Gesetzes im Jahr 2017 wurden 813 solcher „Ehen“ gemeldet, doch nur elf davon wurden aufgehoben (Stand: Dezember 2020)!

Unter der Überschrift „Heirate oder du stirbst“ zitiert „Focus-Online“ Monika Michell von „Terre des Femmes“ mit der Feststellung, dass 93 Prozent der betroffenen Kinder minderjährige Mädchen sind und 98 Prozent einen Migrationshintergrund haben. Demnach verheiraten auch Eltern, die bereits seit vielen Jahren in Deutschland leben, ihre Kinder nicht selten gegen deren Willen unter Androhung von Gewalt und sogar Mord.

Die betroffenen Mädchen werden nicht nur zwangsweise mit einem sehr viel älteren Mann verheiratet, sondern erleben anschließend in diesen „Ehen“ meist patriarchalisch ausgelebte Gewalt, Unterdrückung und erzwungene Schwangerschaften im Jugendalter. Die Altparteien sehen geflissentlich über dieses Problem hinweg: Sowohl das von der Union geführte Innenministerium als auch das von Franziska Giffey (SPD) geleitete Frauenministerium handeln nicht.

Wir importieren freiwillig eine „Kultur“, die unsere Werte und Traditionen mit Füßen tritt, Frauen und Mädchen ihrer Freiheiten beraubt und unsere Gesetze ignoriert. Die Zwangsverheiratung in Deutschland ist verboten. Wir fordern daher die Bundesregierung ausdrücklich dazu auf, sich dieser Thematik endlich und mit Nachdruck anzunehmen und derartiges Hochzeiten zu verbieten!

„Focus.de“: In Deutschland leben Hunderte Mädchen in Kinderehen – ihr stilles Leid lässt sich lindern.

Drucken